Breakaway <!--by www.maffa.de.vu-->
Als wir Kelly Clarkson zum erstenmal trafen, war sie eine ambitionierte Berufsanfängerin. Zwei Jahre sind vergangen und auf ihrem zweiten Album „Breakaway“, benannt nach ihrem gleichnamigen US-Mega-Radiohit, entfaltet sie jetzt ihr ganzes Können. Das Billboard-Magazin schreibt über Clarksons neue Single „Since U Been Gone“: „Clarkson zeigt sich von ihrer besten Seite. Das Stück ist temporeich, eigenwillig und hat eine grandiose Hookline – der Song ist ein wichtiger Schritt nach vorne für die Künstlerin. Sie klingt selbstsicherer und reifer als je zuvor.“

„Breakaway” folgt auf Clarksons erstes Album „Thankful“, das vom US-amerikanischen Musikindustrieverband RIAA (Recording Industry Association of America) mit Doppel-Platin ausgezeichnet wurde. Das Nummer-Eins-Album enthielt die Nummer-Eins-Single „A Moment Like This“, die nebenbei einen Hot 100-Rekord aufstellte: Die Single schoss innerhalb einer Woche von Platz 52 auf Platz 1 der US-Charts. Ein größerer Sprung war vorher noch keiner Single-Veröffentlichung gelungen. „Thankful“ enthielt außerdem den Top-10-Hit „Miss Independent“, der ihr 2004 eine Grammy-Nominierung in der Kategorie „Best Female Pop Vocal“ einbrachte, sowie die Radiohits „Low“ und „The Trouble With Love Is“ vom Soundtrack zum Erfolgsfilm „Tatsächlich ... Liebe“.

„Ich hatte viel Zeit, um an diesem Album zu arbeiten und in den vergangenen beiden Jahren konnte ich eine Menge schreiben. Eine ganze Reihe der Songs schrieb ich lange bevor wir ins Studio gingen.“ Kelly Clarkson spricht über ihr neues Album „Breakaway“, das zweifellos einen bedeutsamen Meilenstein in der künstlerischen Entwicklung der Sängerin darstellt. Das Album klingt rockiger als ihr Debüt, ein Einfluss der seit Kellys erster großer Tour immer deutlicher geworden ist. „Ich habe auch die Songs vom ersten Album, die nicht unbedingt Rock waren, live in dem Stil gesungen, weil das einfach viel mehr Spaß macht. Also haben wir diesmal gleich ein Rock-Pop-Album gemacht.“

Das neue Album nahm konkrete Formen an, als Kelly nach der Tour zu ihrem Debütalbum „Thankful“ für einen Monat aus der Öffentlichkeit verschwand. Die meisten Menschen würden eine einmonatige Schaffenspause in vollen Zügen genießen. Das gilt offenbar nicht für Kelly Clarkson. Es dauerte nicht lange, bis sie über ihr zweites Album nachzudenken begann. An sechs Stücken hat Clarkson mitgeschrieben, darunter „Because of You“ und „Addicted“, für das sie mit Ben Moody und David Hodges, ehemals Evanescence, zusammenarbeitete. „Die Songs, die ich mit David und Ben aufgenommen habe, haben besonders Spaß gemacht,“ sagt sie. „Ich war in viele Details miteinbezogen, zum Beispiel bei den Streicheraufnahmen. Ben und David sind sehr unterschiedlich, also hat jeder von uns andere Aspekte in die Stücke eingebracht.“

Auf ihrem neuesten Album „Breakaway” will Kelly Clarkson ihrer eigenen künstlerischen Vision folgen. Sie ist nicht nur eine großartige Sängerin sondern auch eine begabte Songwriterin. Hier sind ihre Gedanken zu den Songs des Albums:

„Breakaway ,geschrieben von M. Gerrerd, B. Benante und Avril Lavigne. „Ich habe Country gemacht, Pop, Gospel ... meine Singles klangen immer sehr unterschiedlich. Bei diesem Song ist das noch extremer. Manche Leute konnten kaum glauben, dass dieses Stück tatsächlich von mir ist. `Breakaway` ist ein einfacher Song, und ich denke, das ist das Schöne daran. Wenn Songwriter oder Produzenten auf mich zukommen, haben sie meistens im Hinterkopf, dass ich ihr Stück herausschmettern soll. `Breakaway` ist überhaupt nicht so gedacht. Der Song stellt die schlichte Schönheit der Stimme in den Vordergrund. Das Stück wurde unter anderem von Avril Lavigne geschrieben. Sie ist sehr talentiert. Ich denke, man muss nicht alles selbst schreiben, was man singt. Ich konnte mich mit dem Song sofort identifizieren. Er beschreibt, wie ich in dieses Business gekommen bin. Ich bin tatsächlich in einer Kleinstadt aufgewachsen, ich wollte da raus, ich habe gespürt, da ist noch etwas für mich ... nicht unbedingt etwas besseres, aber etwas anderes. Ich habe mich in der Schule immer fehl am Platz gefühlt. Egal ob Du DJ bist, oder Computerexperte oder Lehrer, jeder kommt doch irgendwann an den Punkt, an dem er denkt, `Das ist nichts mehr für mich, ich muss mich verändern. Ich möchte meine Träume wahr machen.`“

„Since U Been Gone ,geschrieben von Max Martin und Lukasz Gottwald. „Rockmusik wie Janis Joplin oder Aerosmith ist oft viel direkter als R&B und mitunter sogar emotionaler. Stimmlich ist das eine Herausforderung. Live macht `Since U Been Gone` großen Spaß. Der Song wurde von Max Martin produziert, der eine Menge toller Stücke für die Backstreet Boys und Britney Spears gemacht hat. Das Traurige an der Musikindustrie ist, dass man so schnell in eine Schublade gesteckt wird. Er wird immer auf Pop reduziert, weil er eben das große Talent hat, perfekte Popsongs zu schreiben. Er wollte davon ein wenig wegkommen und auch einmal etwas rockiges machen. Max Martin war nicht sicher, ob er mit mir arbeiten möchte, weil er dachte, ich will Pop machen. Dann stellte sich heraus, dass ich das gleiche über ihn dachte. Dabei wollten wir doch beide nur rocken! Tja, das hat dann auch wunderbar funktioniert.“

„Behind These Hazel Eyes ,geschrieben von Clarkson mit Max Martin und Lukasz „Dr. Luke“ Gottwald. „In diesem Stück geht es um meinen letzten Freund. Es ist der letzte Song, den ich für das Album geschrieben habe und ich hätte beinahe den Abgabetermin verpasst. Es macht mir nichts aus, wenn die Leute wissen, um was es in meinen Liedern geht. Ich bin ein normales 22-jähriges Mädchen und wenn mir ein Typ das Herz bricht, dann ist es mein gutes Recht, darüber zu schreiben. Das ist wie ein Tagebuch für mich. Es ist natürlich eine sehr persönliche Sache. Diese Platte herauszubringen bereitet mir ganz schön Herzklopfen. Es ist, als würde ich den Leuten sagen: `Bitte weist mich nicht ab. Bitte mögt meine Songs! (sie lacht)` Das hat schon etwas therapeutisches. Ich liebe die Platte, ich hoffe, die Fans mögen sie auch. Es geht auf dem Album sehr oft um Trennungen. Und es gibt eine Reihe von Stücken, bei denen man denken könnte, es ginge um Trennungen, dabei geht es um etwas völlig anderes.“

„Because Of You,geschrieben von Clarkson, Ben Moody und David Hodges. “In `Because Of You` geht es gerade nicht um Trennungen, es geht um meine Familie. Es geht darum, wie es ist, in einer zerrütteten Familie aufzuwachsen. Meine Eltern waren siebzehn Jahre zusammen, aber dann lief irgendetwas schief. Viele meiner Freunde kennen häusliche Gewalt, das gab es bei uns zum Glück nicht. Aber wenn du als Kind beobachtest, dass ein Mitglied deiner Familie lügt, man sich nicht mehr trauen kann und keine vernünftige Kommunikation mehr stattfindet, dann ist das natürlich hart. Da fällt es einem schwer, sich später irgendjemandem zu öffnen. Eine Freundin und ich haben uns einmal eine ganze Nacht lang über unser Leben unterhalten. Dieser Song kam dabei heraus. Ich schrieb das Stück, als ich sechzehn war und meine Freundin gerade eine harte Zeit mit ihrer Familie durchmachte. Die Situation war anders als meine, aber ich konnte gut nachfühlen, was sie durchmachte. Meine Eltern waren lange zusammen und plötzlich passierte eine einzige Sache und es war vorbei. Das könnte mir auch passieren. Warum sollte ich also jemandem trauen? Ich weiß, meine Sichtweise ist vielleicht etwas einseitig, das Leben birgt einfach Risiken, aber ich war sechzehn, als ich das hier schrieb. Seit damals habe ich eine Menge dazu gelernt. Auf der anderen Seite ist es egal, wie alt man ist. Mit solchen Gefühlen kann man sich immer identifizieren. Als meine Eltern sich scheiden ließen, war ich sechs. Ich habe mich total abgekapselt. Ich wollte auf keinen Fall verletzt werden. Ich weiß, wie es ist, wenn Freunde einen hintergehen oder die eigene Familie. Ich bin nicht in Selbstmitleid zerflossen, aber ich habe eine Mauer um mich herum errichtet. Jetzt bin ich klüger. Ich vertraue auf Gott. Und ich kann selbstbewusster mit Krisen umgehen. Es gelingt mir, Menschen zu vertrauen, ohne mich ausnutzen zu lassen. Das ist ein enormer Fortschritt für mich.“

„Es geht auf dem Album nicht ausschließlich um Trennungen, aber man kann natürlich vieles dahingehend interpretieren. Das können die Leute auch gerne tun, das macht mir nichts. Das ist doch das schöne an Kunst. Jeder kann heraushören, was er möchte. Manche werden sich mit dem einen oder anderen Song identifizieren. Zu `Low,` einem Song auf meinem letzten Album, habe ich eine Menge Fanpost bekommen. Jeder Fan hat sich dazu seine ganz eigenen Gedanken gemacht, das finde ich phänomenal.“

„Gone ,geschrieben von Kara Dioguardi und John Shanks. „Das ist ein ziemlich lebhafter Song. John Shanks, der Produzent, hat ihn zusammen mit Kara Dioguardi geschrieben. Kara hat an einigen der Albumtracks mitgeschrieben. Ich glaube, sie hat auch schon für Ashlee Simpson gearbeitet. Sie ist eine sehr gefühlsbetonte Songwriterin.“

„Wenn jemand ein tolles Lied schreibt, mir aber die Erfahrungen, die im Text beschrieben werden, bisher fremd sind, dann ist das ein bisschen wie schauspielern. Du versuchst dich da hineinzuversetzen. Ich bin gerade 22 Jahre alt, ich werde noch eine Menge Erfahrungen machen in meinem Leben. Wenn es ein Stück gibt, von dem ich glaube, es berührt die Menschen und sollte gehört werden, dann singe ich es gerne. `Some Kind Of Miracle` von meinem ersten Album wurde von Diane Warren geschrieben, und ich finde, es ist ein wunderschönes Lied. Auch wenn ich mich mit dem Text nicht wirklich identifizieren kann. Ich war noch nie so verliebt, wie es in dem Stück beschrieben wird. Aber ich war der Meinung, dass dieses Lied einem großen Publikum zugänglich gemacht werden sollte. Und so ist es auch bei `Gone`.“

„Addicted ,geschrieben von Clarkson, Ben Moody und David Hodges. „`Because Of You` und `Addicted` habe ich eine ganze Weile zurückgehalten. Diese Songs sind mir so wichtig, der Text und die Melodien, es sind zwei meiner liebsten Songs überhaupt. Ich wollte daran mit jemandem arbeiten, dem das alles soviel bedeutet wie mir. Und dann habe ich die Evanescence-Platte gehört. Ich liebte diese Platte, da war soviel Leidenschaft dahinter. Ich fragte mein Management: `Wer hat diese Platte gemacht? Mit genau diesen Leuten möchte ich an den beiden Songs arbeiten, die ich geschrieben habe.` Das waren dann Ben Moody und David Hodges. Zuerst traf ich Ben. Ich wusste nicht, dass er Evanescence verlassen hatte. Er liebte `Because Of You` sofort. Das ist alles, was zählt. Ich wollte, dass er meine Musik mag. Ich dachte, `Junge, sag es einfach, wenn dir meine Songs nicht gefallen. Wir können etwas neues schreiben. Und wir müssen nicht zusammen arbeiten, wenn du nicht willst.` Glücklicherweise hat alles großartig geklappt.“

„Where Is Your Heart ,geschrieben von Clarkson, Chantal Kreviazuk und Kara Dioguardi. „Mein A&R-Manager kam zu mir und sagte: `Ich kenne diese Songwriterin, Chantal, ich denke, ihr werdet euch sehr gut verstehen.` Wir hatten sofort eine Verbindung. Viele weibliche Songwriter arbeiten sehr gefühlsbetont. Dieser Song ist keine schmalzige Ballade, er ist mehr wie `I Can’t Make You Love Me` von Bonnie Raitt.“

„Der Typ, um den es in `Behind These Hazel Eyes` geht, um den geht es auch bei `Where Is Your Heart.` Er wollte, dass ich mich in unserer Beziehung mehr engagiere und ich dachte nur: `Und was tust du für unsere Beziehung?` Wenn ich mit jemandem zusammen bin, dann muss es jemand sein, der sich von meinem Job nicht einschüchtern lässt. Und einer, der nicht klammert. Mit jemandem, der sich was unsere Beziehung angeht nicht sicher ist, kann ich nichts anfangen. Wenn ich sage `Ich mag dich sehr,` dann meine ich das auch so. Wenn ich jemanden nicht mag, verbringe ich auch keine Zeit mit ihm. Ich kann nicht damit umgehen, wenn mein Partner ständig Bestätigung braucht.“

„Chantals Ehemann, Raine Maida, von der kanadischen Rockband Our Lady Peace, spielt bei diesem Song Gitarre. Wir nahmen das Stück bei ihr zuhause auf. Wir spielten Ping Pong, und sie fragte ihn, ob er Lust hätte, bei den Aufnahmen mit dabei zu sein. Musik ist so wichtig für die beiden. Sie haben auch schon mit Avril Lavigne gearbeitet. Sie arbeiteten gerne mit mir – und auch mit Avril – weil wir beide wirklich singen können. Wenn ich Songs für andere Künstler schreiben würde, dann würde ich auch wollen, dass jemand mit einer richtig guten Stimme meine Stücke singt.“

„Walk Away ,geschrieben von Clarkson, Chantal Kreviazuk, Raine Maida und Kara Dioguardi. „Dieser Song ist geradeheraus und bringt es auf den Punkt: `Mit dir bin ich fertig. Du machst mich ja doch nur unglücklich.` Er ist unmissverständlich und ungeschminkt. Man will ihn jemandem direkt ins Gesicht singen. Live macht das Stück großen Spaß. Das sollte echt eine Single werden, ich würde da so gerne ein Video dazu drehen. Der Song erinnert mich an Annie Lennox. Ich finde sie fantastisch. So zu sein wie sie wäre toll. Ich habe sie bei einer Benefizveranstaltung getroffen. Sie ist so nett! Ich muss sagen, dass alle Künstler, die ich früher bewundert habe und die ich inzwischen kennen lernen konnte, wirklich großartige Menschen sind.“

„You Found Me ,geschrieben von Kara Dioguardi und John Shanks. „Das Album spiegelt ziemlich exakt die vergangenen sechs Monate wider. Diesen Song sowie `Breakaway` und `Gone` habe ich am selben Tag aufgenommen. Das war noch bevor ich zu den eigentlichen Aufnahmen nach L.A. gefahren bin. Um diese Stücke aufzunehmen, habe ich extra ein paar Tage von meinem Urlaub abgeknapst. Mir war ehrlich gesagt sowieso schon langweilig. Als ich dieses Stück aufgenommen habe, hatte ich gerade eine sehr schöne Sache mit einem netten Typen laufen. Da passte alles. Ich war echt gut drauf. Ich konnte mich damals mit meinen Songs perfekt identifizieren.“

„I Hate Myself For Losing You ,geschrieben von Dioguardi mit Jimmy Harry und Shep Solomon. „Das ist ein Song über den Typen, der vielleicht der richtige gewesen wäre. Ich habe ihn so noch nicht getroffen, aber es gab einen Jungen, bei dem hätte mehr daraus werden können, wäre es anders gelaufen. Darum geht es hier. Diesen Song aufzunehmen war wirklich schwer.“

„Kara hat das für mich geschrieben, obwohl ich eine solche Situation noch gar nicht kannte; ich habe Mr. Right noch nicht getroffen und wieder verloren. Trotzdem war das schon mal so ein Vorgeschmack. Ich habe ein Interview mit Sting gelesen, wo er sagte, dass Songs schreiben enorm therapeutisch und heilsam ist. Das Dumme daran ist nur, dass man alles noch einmal durchleben muss, während man an dem Song arbeitet. Ganz schön deprimierend! Nach diesem Stück hatte ich eine Woche lang Depressionen. Diesen Song aufzunehmen hat mich wirklich traurig gemacht. Nach der letzten Zeile musste ich weinen. Für die Platte ist das natürlich toll.“

„Hear Me ,geschrieben von Clarkson, Kara Dioguardi und Cliff Magness. „Die letzten Jahre waren aufregend und verwirrend für mich, mein Leben war ganz schön verrückt, aber jetzt weiß ich, wer ich bin und wo ich hin will. Der Song hat etwas von einem Gebet. Ich habe die Person noch nicht getroffen, mit der ich mein Leben verbringen will, aber ich spreche zu Gott darüber. Das ist das Thema. `Gott, ich bin bereit für den einen.` Ich weiß nicht, was ich gedacht habe, als ich den Song schrieb. So eine Beziehung will ich doch gar nicht! Ich habe momentan sowieso keine Zeit für einen Partner. Ich weiß, das klingt schlimm. Aber ich bin jung. Die aufregendste Zeit liegt noch vor mir. Ich werde eine Welttournee machen, Japan, Australien, das wird grandios. Warum sollte ich jetzt ans Heiraten denken? Aber ich komme eben aus einer Kleinstadt. Einige meiner Freunde haben schon Kinder. Wenn ich dorthin zurückfahre, habe ich das Gefühl, dass ich total hinterher bin. Als ob etwas mit mir nicht stimmt. Gleichzeitig weiß ich, ich lebe dort nicht mehr, mein Leben jetzt ist ganz anders.“

„Beautiful Disaster ,geschrieben von Matthew Wilder und Rebekah Jordan. „`Beautiful Disaster` ist einer der schönsten Songs, mit denen ich je in Berührung gekommen bin. Rebekah Jordan schrieb das Stück für meine letzte Platte. Als ich es hörte, rief ich sie an und wollte sie kennen lernen, ich wollte wissen, warum sie dieses Stück geschrieben hat. Ich habe mich sofort in den Text verliebt.“

„Es gibt bestimmte Menschen im Leben, Vater, Mutter, Bruder, Partner oder Freund, die will man auf keinen Fall verlieren, obwohl sie einen immer nur herunterziehen. Es ist einfacher für sie, dich herunterziehen als es für dich wäre, sie aufzubauen. Rebekah erzählte mir, dass sie einen Freund hatte, der massive Drogenprobleme hatte, und sie wollte ihm da wirklich heraushelfen, aber es gelang ihr nicht. Darum schrieb sie den Song.“

„Zu der Aufnahme muss ich sagen, dass mein Label den Song auf der ersten Platte in einer sehr aufwändig produzierten Form haben wollte. Das gefiel mir überhaupt nicht. Ich fand, das verdeckte den eigentlichen Song, und das fand auch Matthew Wilder, der Produzent. Wir wollten es so machen wie auf Tour, nur das Klavier und meine Stimme. Das Label sagte, das klinge nicht `groß` genug. Aber ich war der Meinung, dass die Produktion vom Text ablenkt. Also spielte ich auf Tour die reduzierte Version. Die Fans schrieben mir, dass sie die Tourversion toll fanden. Bei The View habe ich das Stück auch so gesungen. Die Leute wollten die pure Variante mit dem Klavier und meiner Stimme. Darum ist auf dieser Platte jetzt die Liveversion.“

Mit einer neuen Platte im Gepäck, auf die sie zu Recht stolz sein kann, freut sich Kelly jetzt auf die kommenden Monate: „Zuerst werde ich in kleinen Veranstaltungsorten spielen. Dann kommt die große Tour, für die ich mir einen Co-Headliner mit an Bord holen werde. Wer, das steht noch nicht fest.“

„Wenn ich toure, singe ich live. Das erwarten die Leute auch von mir. Es gibt eben Sänger und es gibt Entertainer. Eine aufwändig produzierte Show mit Tänzern ist natürlich toll. Aber für mich ist das nichts. Ich bin einmal im Publikum einer Awardshow gesessen, da waren mindestens drei Performer, die nicht live gesungen haben. Ich verstehe, warum die Platten verkaufen, ich habe auch Platten von denen, dafür muss man nicht der beste Sänger der Welt sein. Aber bei einer Preisverleihung? Wenn es darum geht, Musik zu feiern und zu zelebrieren, sollte man ganz bestimmt kein Playback benutzen. Für mich ist das ein Schlag ins Gesicht.“

Aber eigentlich hat Kelly besseres zu tun, als allzu intensiv über die Fähigkeiten anderer nachzudenken. Viel lieber arbeitet sie an sich selbst. Und das betrifft nicht nur ihren Gesang, sondern auch das Gitarre spielen. „Es gibt natürlich einen großen Unterschied zwischen jemandem, der Gitarre spielen kann und einem Gitarristen. Ich kann ein paar meiner Songs auf der Gitarre spielen, aber das ist selbstverständlich kein Vergleich zu einem professionellen Gitarristen, der einen Song wirklich variieren und interpretieren kann. Ich arbeite an mir. Ich will das wirklich können, weil mir das natürlich auch beim Schreiben zu gute kommt.“ Hört man ihre bisherigen Songs, dann ist offensichtlich, dass diese Frau bereits eine hervorragende Songwriterin abgibt. Aber Kelly Clarkson ist ehrgeizig, und sie weiß, dass es immer weitergehen muss. Während des Interviews spielt sie eine Reihe unveröffentlichter Songs auf ihrem tragbaren MP3-Spieler vor. Ob sie die Songs selbst veröffentlicht oder anderen Künstlern anbietet, steht noch nicht fest. Für den Augenblick ist sie jedenfalls mit den Tourvorbereitungen beschäftigt und bis das nächste Album ansteht, wird es mit Sicherheit noch ein bisschen dauern. Aber bei Kelly Clarkson weiß man eben nie...

 

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